Der digitale Arbeitsplatz nach Corona ist virtuell

Lesedauer: 10 Minuten | 792 Wörter | Autor: Philipp Bloch

Im März 2020 schrieb der Zukunftsforscher Matthias Horx einen weltweit beachteten Artikel mit dem Titel »Die Welt nach Corona«. In seiner RE-Gnose aus dem September 2020, ging er davon aus, dass die Krise pünktlich zum Herbstbeginn 2020 erledigt wäre. In Wahrheit ging sie da erst richtig los. In der Grundaussage bleibt der Artikel allerdings korrekt: Horx beleuchtet die Auswirkungen dieser Pandemie für die Zukunft. Eine davon - da sind sich die meisten einig - ist zu sehen, wie schnell sich die Kulturtechnik des Digitalen durchgesetzt hat.

Die Krise wirkt wie ein Digitalisierungs-Booster

In einer Sache waren wir alle aber zu optimistisch: Wir dachten, die Krise wirke wie ein Digitalisierungs-Booster. Vielmehr zeigt die Krise alle Versäumnisse gnadenlos auf – vor allem in der öffentlichen Verwaltung. Ein für Wirtschaftsminister Altmaier erstelltes Gutachten namens »Digitalisierung in Deutschland - Lehren aus der Coronakrise« zum Status Quo der Digitalisierung spricht von »archaischen Zuständen« in deutschen Behörden. Wichtig: Das Gutachten bescheinigt: Es fehlt nicht an Geld – es geht um Organisationversagen.

Das Handelsblatt zitiert: »Deutschland leistet sich in der öffentlichen Verwaltung Strukturen, Prozesse und Denkweisen, die teilweise archaisch anmuten«. Geld sei genug da, es fehle eher an » klareren Zuweisung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten«. In diesem Zusammenhang beweist Peter Druckers Zitat »Culture eats strategy for breakfast« seine Gültigkeit.

Dabei sind nicht klar definierte Zuständigkeiten selten böser Wille. Oft mangelt es an internen Ressourcen und Know-how. Über das Konzept der Managed Services wird dabei viel zu selten nachgedacht. Bei Managed Services werden Digitalisierungs-Leistungen für einen fest definierten Zeitraum von einem Service-Anbieter über einen Rahmenvertrag bereitgestellt. Diese Leistungen können vom Kunden jederzeit angerufen werden, ohne dass dieser operativ tätig werden muss. Anbieter wie DextraData bieten in ihrem Leistungsportfolio drei Säulen an: Platform as a Service, Consulting as a Service und Software as a Service. Es ist also möglich, die Digitalsierungs-Initiativen vollumfänglich von einem Managed Service Provider umsetzen zu lassen: Beratung, Bereitstellungen notwendiger Plattformen und schließlich der Betrieb der erforderlichen Software.

Aus Digitalisierung wird Virtualisierung

Die gute Nachricht ist, dass ein großes Gebiet in puncto Digitalisierung angegangen wurde: unsere Kommunikation hat sich nahezu vollständig digitalisiert. Fast alle Personen, deren Arbeit remote erledigt werden kann, arbeiten von Zuhause aus. Allerdings sind Ressourcen wie Notebooks oder Smartphones nur der Anfang. Die Aufgabe der nächsten Monate und vor allem der Zeit nach Corona wird deutlich darüber hinausgehen. Datenverluste und Image-Abweichungen werden für Sicherheit und Compliance weiter große Probleme darstellen. Zudem werden Unternehmen große Schwierigkeiten damit bekommen, die Kosten dauerhaft im Griff zu behalten.

Es müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, damit Menschen dauerhaft dezentral, virtualisiert und sicher arbeiten können. Wer diese Vorrausetzung jetzt nicht schafft, bleibt hinter dem Wettbewerb zurück – nicht nur in puncto Kundenzufriedenheit, sondern auch in der Attraktivität als Arbeitgeber.

In den letzten Jahren machten Unternehmen mit Private Cloud-Umgebungen und Server-Virtualisierung erste Schritte in die richtige Richtung. In vielen Unternehmen haben sie sich längst etabliert. Der nächste Meilenstein wird die verstärkte Fortsetzung Virtualisierung von Desktops sein.

Virtuelle Desktops bieten viele Vorteile

Virtualisierte Desktops (VDI) sind heute viel leichter zu managen, leistungsfähiger und zudem sehr flexibel. VDI-Applikationen können bedarfsgerecht und in Echtzeit bereitgestellt werden: ohne Paketierung der Applikation, ohne Installation auf einzelnen Desktop, ohne Störung für den Nutzer. Moderne VDI-Lösungen kombinieren die Vorteile von Mobilität und Cloud, um die virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) grundlegend zu verändern und Unternehmen eine beispiellose Einfachheit, Sicherheit, Geschwindigkeit und Skalierung zu niedrigeren Kosten zu bieten. Die Unternehmens-IT des Post-Corona-Zeitalters muss in der Lage sein, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kontextbasierten und anpassbaren Zugriff auf Ressourcen über eine einheitliche und sichere Arbeitsumgebung bereitzustellen.

Alte Arbeitsweisen werden transformiert

Dennoch wird in vielen Unternehmen noch auf antiquierte Konzepte auf PC-Basis gesetzt. Warum? Der Wartungsaufwand und Ressourcen-Hunger dieser physischen Desktop-Lösungen ist riesig. Für virtualisierte Desktops gilt das Gegenteil. Es lohnt sich also, sich mit dieser Technologie in diesen Tagen auseinander zu setzen. Denn die Nachfrage nach mobilen, dezentralen Arbeitsweisen wird von Arbeitnehmern der Zukunft gefragt werden. Unternehmen, die das berücksichtigen und umsetzen, steigern nicht nur ihre Attraktivität als Arbeitgeber – sie steigern damit zusätzlich die Motivation und Produktivität ihrer Mitarbeiter. Bisherige Showstopper für die Einführung solcher Technologien sind oft fehlende Ressourcen und Know-how. Allerdings werden die alten Arbeitsweisen transformiert werden müssen.

Cultural Change – der Mensch im Mittelpunkt

Doch was, wenn Budget und Technologie die kleinsten Probleme sind? Derlei Veränderungen müssen Teil einer digitalen Firmenkultur sein. Technologien wie virtuelle Desktops sind nur das Werkzeug des Corona-Digitalisierungs-Drucks – die kulturellen Aspekte sind mindestens ebenso wichtig. Es ist zwar davon auszugehen, dass die Krise die Skepsis gegenüber der Digitalisierung reduzieren wird, allerdings wird das kulturelle Verständnis vor allem bei älteren Mitarbeitern weiter gestärkt werden müssen. Dieser forcierte Cultural Change wird neben der schnellen Einführung neuer Technologien die größte Herausforderung der kommenden Monate sein.

Die nun schnell eintretenden Veränderungen werden weiterhin bei manchen Menschen Skepsis und Ängste auslösen. Umso wichtiger wird es sein, diese Menschen beim Verlassen ihrer Komfortzone zu begleiten. Mithilfe regelmäßiger Kommunikation der Digitalisierungsstrategie und ihrer Fortschritte werden Vorbehalte und Widerstände abgebaut. Weiterbildungen zu neuen Technologien werden zwingend notwendig sein. Trainings und klar definierte Prozesse werden helfen, die Mitarbeiter abzuholen und so schließlich als Unternehmen erfolgreich zu sein.

Erfahren Sie hier mehr darüber, wie wir Ihnen im Rahmen unseres Managed Services-Angebot bei der Einrichtung einer virtualisierten Arbeitsumgebung behilflich sein können.

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