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Der digitale Arbeitsplatz nach Corona ist virtuell

Lesedauer: 10 Minuten | 792 Wörter | Autor: Philipp Bloch

Kennen Sie den aktuell viralsten Text des Internets? Es sind nicht die vielen Tipps für das Arbeiten im Homeoffice - der meist gelesene Text stammt von Zukunftsforscher Matthias Horx. In einem massenhaft geteilten Artikel namens »Die Welt nach Corona« beschreibt er eine RE-Gnose aus dem September 2020 - aus einer Welt nach Corona. Horx beleuchtet die Auswirkungen dieser Pandemie für die Zukunft. Eine davon - da sind sich die meisten einig - ist zu sehen, wie schnell sich die Kulturtechnik des Digitalen durchgesetzt hat. Zu Horx' Zitat werden tausende Köpfe in deutschen Homeoffices zustimmend nicken.

»Tele- und Videokonferenzen, gegen die sich die meisten Kollegen immer gewehrt hatten (der Business-Flieger war besser) stellten sich als durchaus praktikabel und produktiv heraus. Lehrer lernten eine Menge über Internet-Teaching. Das Homeoffice wurde für Viele zu einer Selbstverständlichkeit – einschließlich des Improvisierens und Zeit-Jonglierens, das damit verbunden ist.«
 

Die Krise wirkt wie ein Digitalisierungs-Booster

In einer Welt nach Corona wird sich eine ortsunabhängige, virtuelle Arbeitsweise durchgesetzt haben. Die Weichen dafür wurden schon vor Corona gestellt – doch die Pandemie wirkt wie ein Booster. Sie treibt zur Eile. Sie baut kulturellen und wirtschaftlichen Druck auf. Unternehmen, die in dieser Situation nicht handeln, werden höchstwahrscheinlich in der von Horx‘ gezeichneten Welt des September 2020 nicht mehr vorkommen.

Das Jahr 2020 beschrieben viele Prognosen Ende 2019 ohnehin als ein zentrales für die digitale Transformation. Digitalisierungsmaßnahmen, die über Jahre geplant wurden, sollten in diesem Jahr implementiert werden. Der Druck auf Unternehmen, schnell und flexibel auf die Anforderungen des Marktes und der Anwender zu reagieren, wäre auch ohne COVID-19 kontinuierlich gestiegen – die Krise maximiert ihn.

Aus Digitalisierung wird Virtualisierung

Mitarbeiter, die nun gezwungen sind aus dem Homeoffice heraus remote zu arbeiten, mit Ressourcen wie Notebooks oder Smartphones auszustatten, ist erst der Anfang. Die Aufgabe der nächsten Monate wird deutlich darüber hinausgehen. Datenverluste und Image-Abweichungen werden für Sicherheit und Compliance große Probleme darstellen. Zudem werden Unternehmen große Schwierigkeiten damit bekommen, die Kosten dauerhaft im Griff zu behalten.

Es müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, damit Menschen dauerhaft dezentral, virtualisiert und sicher arbeiten können. Wer diese Vorrausetzung jetzt nicht schafft, bleibt hinter dem Wettbewerb zurück – nicht nur in puncto Kundenzufriedenheit, sondern auch in der Attraktivität als Arbeitgeber.

In den letzten Jahren machten Unternehmen mit Private Cloud-Umgebungen und Server-Virtualisierung erste Schritte in die richtige Richtung. In vielen Unternehmen haben sie sich längst etabliert. Der nächste Meilenstein wird die verstärkte Fortsetzung Virtualisierung von Desktops sein.

Virtuelle Desktops bieten viele Vorteile

Virtualisierte Desktops (VDI) sind heute viel leichter zu managen, leistungsfähiger und zudem sehr flexibel. VDI-Applikationen können bedarfsgerecht und in Echtzeit bereitgestellt werden: ohne Paketierung der Applikation, ohne Installation auf einzelnen Desktop, ohne Störung für den Nutzer. Moderne VDI-Lösungen kombinieren die Vorteile von Mobilität und Cloud, um die virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) grundlegend zu verändern und Unternehmen eine beispiellose Einfachheit, Sicherheit, Geschwindigkeit und Skalierung zu niedrigeren Kosten zu bieten. Die Unternehmens-IT des Septembers 2020 muss in der Lage sein, den Mitarbeiter*innen kontextbasierten und anpassbaren Zugriff auf Ressourcen über eine einheitliche und sichere Arbeitsumgebung bereitzustellen.

Alte Arbeitsweisen werden transformiert

Dennoch wird in vielen Unternehmen noch auf antiquierte Konzepte auf PC-Basis gesetzt. Warum? Der Wartungsaufwand und Ressourcen-Hunger dieser physischen Desktop-Lösungen ist riesig. Für virtualisierte Desktops gilt das Gegenteil. Es lohnt sich also, sich mit dieser Technologie in diesen Tagen auseinander zu setzen. Denn die Nachfrage nach mobilen, dezentralen Arbeitsweisen wird von Arbeitnehmern der Zukunft gefragt werden. Unternehmen, die das berücksichtigen und umsetzen, steigern nicht nur ihre Attraktivität als Arbeitgeber – sie steigern damit zusätzlich die Motivation und Produktivität ihrer Mitarbeiter. Bisherige Showstopper für die Einführung solcher Technologien sind oft fehlende Ressourcen und Know-how. Allerdings werden die alten Arbeitsweisen transformiert werden müssen.

Cultural Change – der Mensch im Mittelpunkt

Doch was, wenn Budget und Technologie die kleinsten Probleme sind? Derlei Veränderungen müssen Teil einer digitalen Firmenkultur sein. Technologien wie virtuelle Desktops sind nur das Werkzeug des Corona-Digitalisierungs-Drucks – die kulturellen Aspekte sind mindestens ebenso wichtig. Es ist zwar davon auszugehen, dass die Krise die Skepsis gegenüber der Digitalisierung reduzieren wird, allerdings wird das kulturelle Verständnis vor allem bei älteren Mitarbeitern weiter gestärkt werden müssen. Dieser forcierte Cultural Change wird neben der schnellen Einführung neuer Technologien die größte Herausforderung der kommenden Monate sein.

Die nun schnell eintretenden Veränderungen werden weiterhin bei manchen Menschen Skepsis und Ängste auslösen. Umso wichtiger wird es sein, diese Menschen beim Verlassen ihrer Komfortzone zu begleiten. Mithilfe regelmäßiger Kommunikation der Digitalisierungsstrategie und ihrer Fortschritte werden Vorbehalte und Widerstände abgebaut. Weiterbildungen zu neuen Technologien werden zwingend notwendig sein. Trainings und klar definierte Prozesse werden helfen, die Mitarbeiter abzuholen und so schließlich als Unternehmen erfolgreich zu sein.

Erfahren Sie hier mehr darüber, wie wir Ihnen bei der Einrichtung einer virtualisierten Arbeitsumgebung behilflich sein können.

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